Für einen starken ÖGD in Bremen
Bremen braucht einen starken Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) mit langfristig gut ausgestatteten Gesundheitsämtern. Die Ärztekammer Bremen fordert daher anlässlich des Tages des Gesundheitsamtes am 19. März 2026, den ÖGD-Pakt über das Jahr 2026 hinaus fortzuführen. „Die Gesundheitsämter tragen maßgeblich zur gesundheitlichen Versorgung und zum Wissen über Gesundheit in der Bevölkerung bei“, sagt Christina Hillebrecht, die Präsidentin der Ärztekammer Bremen.
Zur Stärkung des ÖGD im Zuge der Corona-Pandemie hatten sich Bund und Länder im Jahr 2020 auf den Pakt für den ÖGD verständigt. Bis Ende 2026 stellt der Bund dafür insgesamt vier Milliarden Euro bereit. Mit diesen Mitteln wurden unter anderem neue Stellen geschaffen und die Digitalisierung vorangetrieben. Ob die Finanzierung ab 2027 fortgeführt wird, ist bislang offen.
„Die Gesundheitsämter in Bremen und Bremerhaven leisten tolle Arbeit. Wir haben durch ihren Einsatz die Corona-Pandemie gut durchgestanden“, sagt Christina Hillebrecht. „Gerade Bremen mit einer Armutsquote von 25 Prozent und ausgeprägten soziale Ungleichheiten zwischen den Stadtteilen ist auf einen starken Öffentlichen Gesundheitsdienst angewiesen.“Die Gesundheitsämter im Land Bremen tragen mit verschiedenen Aufgaben und Projekten zur gesundheitlichen Chancengleichheit bei. Hillebrecht: „Als Beispiele möchte ich hier die Gesundheitsfachkräfte in den Quartieren und an den Schulen nennen, aber auch den Infektionsschutz, die Impfberatung oder den umweltbezogenen Gesundheitsschutz.“
Ohne eine verlässliche Anschlussfinanzierung ab 2027 könne die personelle Stärkung der Gesundheitsämter möglicherweise nicht aufrechterhalten werden. „Die bisherigen Fortschritte bei Personal, Organisation und Technik dürfen nicht wieder verloren gehen“, so Christina Hillebrecht. „Angesichts wachsender Herausforderungen für das Gesundheitssystem, etwa durch Krisen und den demografischen Wandel wird die Arbeit des ÖGD für ein funktionierendes Gesundheitswesen immer wichtiger.“

